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Die 4 wichtigsten Tipps für eine bedarfsgerechte Rasen-Bewässerung

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Die 4 wichtigsten Tipps für eine bedarfsgerechte Rasen-Bewässerung

Um Ihren Rasen kräftig und sattgrün zu erhalten ist es nicht nur wichtig, diesen richtig zu düngen und regelmäßig zu mähen, sondern auch bei der Bewässerung sind einige grundlegende Dinge zu beachten. Hier erfahren Sie, wie Sie Ihren Rasen richtig bewässern.

Diese Faktoren beeinflussen den Wasserbedarf Ihres Rasens

Bei der Ermittlung des Wasserbedarfs Ihres Rasens kommen verschiedene Faktoren zusammen. Ein wichtiger Aspekt ist die Lage: Viele Rasenflächen liegen in der Sonne. Dadurch verdunstet das Wasser schneller, als in schattigen Lagen. An sehr heißen Tagen können mehr als 7 L/ m² verdunsten. Wird der Rasen in dieser Lage zudem sehr kurz geschnitten, dann wird der Boden direkt von den Sonnenstrahlen getroffen. Die Sonne erwärmt den Boden noch stärker und er verdunstet mehr Wasser. Rasengräser haben kein sehr tief reichendes Wurzelsystem. Sie wurzeln durchschnittlich ca. 15 cm tief und kommen somit nicht gut an tief liegende Wasservorräte heran. Deshalb sind die Gräser auf das Wasser, das über die Oberfläche kommt, angewiesen.

Je nach Bodenart kann dieser mehr oder weniger Wasser halten. In einem leichten, sandigen Boden versickert das Wasser schneller in tiefere Bodenschichten als bei einem lehmigen Boden. Bei Austrocknung ist der Schaden an einem tonhaltigen Boden jedoch ungleich größer als bei einem lockeren, sandigen Boden. Die Trockenheit führt dazu, dass der tonhaltige Boden rissig und fest wird. Dadurch kann es zu einer Schädigung der Wurzeln kommen, so dass das geschädigte Wurzelsystem das Wasser langsamer aufnimmt.

Eine längere Trockenphase führt unabhängig von der Bodenbeschaffenheit grundsätzlich zu einer Schädigung des Rasens. Zudem begünstigt die Trockenheit das Auflaufen bestimmter Unkräuter wie Mittlerer Wegerich, Schafgarbe oder Vogelknöterich. Diese kommen gut mit einem trockenen und schwachen Boden aus. Wenn die Unkräuter sich erst ausgebreitet haben, ist es schwierig sie wieder loszuwerden. Eine gesunde, starke und dichte Rasenfläche kann sich besser gegen Moos und Unkraut behaupten und verhindert so von vorne herein deren Ausbreitung.

Scharfgabe

Mittlerer Wegerich

Wann muss der Rasen bewässert werden?

Oft ist es schwer einzuschätzen, ob es eine ausreichende Menge an Niederschlag gab, so dass Ihr Rasen gut mit Wasser versorgt ist. Hier kann ein Regenmesser hilfreich sein. Wenn kein Regenmesser vorhanden ist oder der Niederschlag nicht beobachtet werden konnte, kann Ihnen Ihr Rasen aber auch gut selbst zeigen, was ihm fehlt.

Wenn Sie ein geschultes Auge haben können Sie vielleicht schon mit einem Blick auf den Rasen feststellen, ob eine Bewässerung notwendig ist. Sind die Halme schlaffer als gewohnt, hängen leicht oder haben sich sogar eingerollt, dann sollten Sie Ihren Rasen wässern.

Eine einfache Methode ist die Trittprobe. Hierfür müssen Sie lediglich über Ihren Rasen laufen und nachschauen, ob sich die Grashalme anschließend wieder aufrichten. Wenn dies nicht der Fall ist und Sie Ihre Fußabdrücke zurückverfolgen können, ist eine Bewässerung des Rasens dringend notwendig.

Wenn die Rasenhalme graustichige, blaugrüne oder verstrocknete Stellen haben ist es noch nicht zu spät, aber der Rasen braucht deutlich länger, um sich zu erholen.

Zu welcher Tageszeit sollten Sie den Rasen wässern?

Der Rasen sollte nicht in der Mittagssonne bewässert werden. Dies gilt besonders im Sommer an heißen Tagen. Ein großer Teil des Wassers würde durch die Hitze direkt verdunsten und wäre für die Gräser verloren, noch bevor es in den Boden eindringen konnte.

Viele Hobbygärtner wässern ihren Rasen gerne in den Abendstunden. Das ist nicht verkehrt, jedoch auch nicht am effizientesten. Die optimale Zeit für eine Rasen-Bewässerung ist der frühe Morgen. Zu dieser Tageszeit ist der Boden abgekühlt, und es geht am wenigsten Wasser durch Verdunstung verloren. Durch den nächtlichen Tau ist der Boden zudem bereits leicht feucht und kann das Wasser besser aufnehmen. Mit der zunehmenden Wärme des Tages können die Gräser gut abtrocknen. Dies macht es pilzlichen Erregern schwerer, in die Gräsern einzudringen, als bei einem eher feuchtwarmen Milieu in den Abendstunden.

Die besten Ergebnisse erzielen Sie, wenn Sie Ihren Rasen in zwei Teil-Gaben bewässern. Wenn es die Zeit zulässt, sollten Sie Ihrem Rasen ein paar Stunden nach der ersten Bewässerung noch einmal eine zweite Teil-Gabe gönnen. Dies verbessert sowohl die Wasseraufnahme als auch die Wassernutzung.

Bewässerungs-Intervalle und Wassermenge – seltener ist mehr

Viele Gartenbesitzer glauben, dass sie ihren Rasen im Sommer täglich wässern sollten. Dies ist einer der häufigsten Fehler der Rasenpflege. Wird der Rasen täglich mit einer geringeren Menge an Wasser gewässert, dann gelangt das Wasser nur in die obersten Bodenschichten und wird dort direkt von den Wurzeln der Gräser aufgenommen. Um das Wasser zu erreichen, reicht den Gräsern somit ein flacheres Wurzelsystem aus. Sie gewöhnen sich daran, dass sie keine Kraft in die Entwicklung eines kräftigen, tieferen Wurzelwerkes zu stecken brauchen.

Bekommt der Rasen nun eine Zeitlang kein Wasser mehr, dann trocknet der Oberboden schnell aus. Das flache Wurzelwerk der verwöhnten Gräser kann das Wasser, das sich in den tieferen Bodenschichten befindet, nicht erreichen. Dies führt deutlich schneller zu Trockenschäden als bei Gräsern mit einem tieferen Wurzelwerk, die Regeneration des Rasens ist langwieriger und Moos und Unkräuter haben es leichter, sich in dem geschwächten Rasen breit zu machen.

Erziehen Sie ihre Gräser daher dazu, ihre Kraft in ein tiefes und gesundes Wurzelwerk zu stecken. Dies funktioniert, indem Sie Ihren Rasen seltener, dafür aber ausgiebiger und länger wässern. Ein kräftiges Wurzelwerk führt zu einem gesunden, robusten Rasen, der Wasser auch in tieferen Bodenschichtern erreicht und Trockenphasen dadurch deutlich besser übersteht. Allgemein gilt folgende Faustregel für die Rasen-Bewässerung:

Jahreszeit Bewässerungs-Häufigkeit Bewässerungs-Menge
Frühjahr Nur bei Trockenheit 1 x pro Woche 10-15 L/m²
Sommer 2 bis 3 x pro Woche 10-15 L/m²
Herbst Nur bei Trockenheit 1 x pro Woche 10-15 L/m²

Lehmhaltige Böden haben eine bessere Wasserhaltekapazität und können in etwas größeren Intervallen bewässert werden (im Sommer ein- bis zweimal pro Woche). Sandige Böden lassen mehr Wasser hindurch und müssen daher etwas häufiger bewässert werden (im Sommer bis zu dreimal pro Woche).

Neben der Bodenbeschaffenheit richtet sich der Wasserbedarf Ihres Rasens auch nach der Gräser-Art. Einige Gräser-Arten brauchen weniger Wasser, als andere. So herrscht in südlichen Ländern wie Spanien und Italien zum Beispiel das Bermuda-Gras vor, eine breitere, festere und robustere Gräser-Art, die Sonne besser verträgt und mit weniger Wasser auskommt als die gängigen Gräser-Arten in unseren Gefilden.

Tipp

Achten Sie darauf, dass sich keine Rasenfilz-Schicht bildet, denn diese Schicht aus totem organischem Material kann, ähnlich wie ein Schwamm, über 10 Liter Wasser pro m² speichern. Das Wasser wird von dem Filz aufgesogen und ist für den Rasen somit nicht verfügbar. Der CUXIN DCM Mikrorasen-Dünger Plus zersetzt die Filz-Schicht mit Hilfe der enthaltenen Mikroorganismen effektiv und sichert das Eindringen des Wassers in den Boden.

Je nach Bewässerungsmethode ist es oft schwer einzuschätzen, wieviel Wasser schon ausgebracht wurde und wieviel noch benötigt wird. Bei Rasensprengern und Sprinkleranlagen sind die Angaben des Herstellers zu beachten. Außerdem spielt der regionale Wasserdruck eine Rolle. Es empfiehlt sich, die ausgebrachte Wassermengen zu messen, um eine exakte Information zu haben. Dies lässt sich ganz einfach mit einem Regenmesser durchführen. Wenn die benötigte Bewässerungsmenge von 10-15 Liter erreicht ist, kann das Bewässerungssystem abgestellt werden oder auf eine weitere Flächen Ihres Rasens umziehen. Nun können Sie auch die Zeit etwa abschätzen, die Ihr Rasensprenger benötigt um 10-15 L Wasser pro m² Rasenfläche auszubringen.

Bei einem Regenmesser gilt: 1 mm = 1 L/ m².

Wenn Sie Ihren Rasen mit einem Gartenschlauch bewässern, können Sie einen Eimer zur Hilfe nehmen und die Zeit stoppen, bis dieser mit der entsprechenden Wasser-Menge befüllt ist. Auf dieser Basis kann unter Berücksichtigung der Quadratmeter-Zahl Ihres Rasens berechnet werden, wieviel Zeit Sie für die Bewässerung Ihrer Rasenfläche etwa benötigen.

Durch den technischen Fortschritt kann man mit automatischen Bewässerungssystemen heute sehr genau bewässern. Feuchtigkeitssensoren sorgen dafür, dass nur so viel Wasser ausgebracht wird, wie der Rasen benötigt. Timer gewährleisten, dass die Bewässerung zur richtigen Tageszeit erfolgt. Dabei ist es wichtig, die Bewässerung des Rasens genau zu planen, um Überlappungen und falsche Zeitpunkte zu vermeiden.

Tipp

Wenn Sie kontrollieren möchten, ob die tiefen Bodenschichten durch die Bewässerung erreicht worden sind, können Sie ein Stück Rasensode herausstechen oder herausschneiden. Nachdem Sie sich die Verteilung des Wassers angeschaut haben können Sie das Stück wieder einsetzen und es leicht festtreten.

Weitere Informationen über Rasen und auch Dünger finden Sie im aktuellen Cuxin DCM Rasenratgeber. Dieser, und natürlich auch der Dünger, ist in unserem Geschäft erhältlich.

Nachricht vom 6.8.20 16:22

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